Katrins und Paulinchens Jakobsweg

Da bin ich wieder. In Deutschland. In meinem geliebten Ruhrpott und voller Füllmaterial für diesen Blogeintrag. Ich habe so viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, dass ich darüber, ähnlich wie z.B. Hape Kerkeling, ein Buch füllen könnte.

Ich bin zurück. Zurück von meinem Camino.

Vor einigen Monaten hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ausgerechnet ich mal diesen Weg für mich in Betracht ziehe.
Ohne den verrückten Mannheimer Feuerwehrmann wäre es zu diesem Zeit- und Lebenspunkt auch definitiv nicht dazugekommen.

Natürlich war ich schon öfter wandern und ich möchte in der Natur lieber mit einem Schlafsack und einem Zelt ausgerüstet sein, anstatt in einer Clubanlage auf Mallorca zu urlauben. Aber ich dachte eigentlich, dass mein erster richtiger Trip dieser Art, über eine längere Zeit, in Asien bzw. durch die Mongolei führt oder quer durch die USA auf dem Pacific Crest Trail (PCT).

Aber nun denn, es wurde der Jakobsweg – der Camino de Santiago. Oder streng genommen – der Camino Francés.

Ich muss gestehen, dass ich früher mit diesem Weg immer nur christliche Pilger verbunden habe. Streng gläubige Menschen, die auf religiösen Pfaden wandern um… ja, warum eigentlich?
An der Stelle machte mein Kopf schon STOP und verbuchte das Ding unter „is nix für mich“.

Denn wie man daraus herleiten kann – ich bin nicht Mitglied der deutschen Kirchengemeinde. Ich habe wohl schon mehrmals eine Kirche von innen gesehen, brav am Religionsunterricht und der Christenlehre teilgenommen, aber ich glaube eben nicht an diesen einen Gott. Ich glaube an andere Dinge. Aber ich habe Respekt vor all den Menschen, die ihren eigenen Glauben in Frieden und mit Toleranz leben.

Wie man hier auf meinem Blog lesen konnte, purzelte durch einen ehemaligen Kollegen aus der Rhein-Neckar-Region der liebe Michel in mein Leben. Und das zeitgleich mit Paulinchen. Denn dieses tapfere Mädchen soll bei allem im Vordergrund stehen.

Und so wurde auch ich ein Teil davon – von Paulinchens Jakobsweg.

Vor meiner Abreise habe ich mich schon ganz lange auf meine Abreise gefreut. Ich habe diese Auszeit dringend gebraucht und ich habe im Zuge meiner aktuellen Marathonvorbereitung auch die körperliche Herausforderung gesucht.

Ausgerüstet mit meinem Rucksack und Wanderschühchen und hoch motiviert ging das Abenteuer von Düsseldorf aus los. Eigentlich war auch der Beginn schon abenteuerlich. Denn meine Flüge wurden permanent durch Lufthansa umgebucht. Das sollte sich dann auch auf dem Rückflug wiederholen. Aber dazu später mehr….

Mein Rucksack brachte stolze 7kg auf die Waage. Klamotten, Hygiene, Latschen und der Schlafsack. Dazu kamen noch paar Versorgungsanker wie Nüsse, Aufstriche und Müsliriegel. Denn ich wusste nicht, wie ich das als Veganerin so gehandhabt bekomme und wie das Angebot in Spanien wird. Dazu sei kurz erwähnt – ich bin nicht verhungert, habe unfreiwillig abgenommen und hatte 10 Tage lang nicht wirklich viel Freude am Essen. Dazu gibt es aber nachgelagert einen eigenen Eintrag. Das würde hier den Rahmen sprengen.

Ich kann schlecht beschreiben, welche Erwartungshaltung ich an diese Zeit hatte. Ich wusste nur, ich muss mal raus und möchte Michel bei seinem Projekt vor Ort unterstützen. Durch Zufall ergab es sich, dass meine Zeit deckungsgleich zu dem Urlaub seiner Freundin Uta passte. Und auch sein guter Freund Kevin war zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort. Also war klar – wir werden den Camino zu viert gehen und uns steht ein großes Abenteuer bevor.

Ich verabschiede mich von Deutschland mit dem Satz einer mir vorher zugesandten Postkarte: „Alle Reisen haben eine heimliche Bestimmung, die der Reisende nicht ahnt.“

Logbucheinträge – 29.03. bis 08.04.2015

29.03. Frankfurt nach Logrono.

Uta und ich treffen uns am Frankfurter Flughafen. Wir haben uns vorher nur einmal kurz gesehen. Ich frage mich, wie sie sich fühlen muss. Da will eine fremde Frau ihren Freund in einem fremden Land einfach so bei seinem Projekt begleiten. Relativ schnell merken wir aber, wie sympathisch wir uns finden. Wir sitzen anfangs zwar im Flieger getrennt, dann haben wir aber viele Stunden im Bus von Bilbao bis zu unserem Tagesziel Logrono. Wir reden viel. Recht schnell persönlich. Ich mag sie. Sehr. Ich weiß, es wird passen und es ist toll, eine weibliche Bezugsperson für die nächsten Tage zu haben.
In Logrono finden wir uns super zurecht und auf der Straße treffen wir auch schon Michel und Kevin. Etwas später checken wir in der ersten Herberge ein. Hach ist das aufregend. Der erste Stempel im Pilgerpass. Ich bin etwas reizüberflutet. Sonne. Wärme. Lärm. Viele Menschen. Dieser Rucksack der nun Tag für Tag über etliche Kilometer mitgeschleppt wird. Dieses schnelle spanisch. Man ey. Redet langsamer. Mein letzter VHS Kurs ist zu lange her. Wir genießen eine heiße Dusche und gehen danach in die kleine Stadt. Zu uns gesellen sich ganz viele – uns beiden unbekannte – Menschen. Aus Irland, Spanien, Deutschland, den USA. Der Tisch wird größer, der Rotwein schmeckt. Die Nacht wird unruhig. Ich werde mich an die Herbergen gewöhnen müssen. Der Mann direkt neben mir schnarcht. Irgendwo in der anderen Ecke grunzt es auch. So ist das wohl, mit über 20 Leuten in einem Schlafraum. So ist es eben, auf dem Camino.

30.03. Logrono nach Najera – 31km

Wir laufen gegen 06:30 Uhr zu dritt los. Uta, Michel und ich. Uta und ich haben noch kein Gefühl dafür, wie das so wird. Woher weiß ich denn, wo ich lang muss? Wie macht man das so? Immer zusammen? Alleine? Natürlich habe ich Angst und Bedenken, den beiden am Wanderhosenzipfel zu hängen. Als wir losgehen, schläft Kevin noch. Und auch alle anderen, die wir am Abend davor trafen. Michel meint „die sehen wir alle gleich oder später wieder. Auf dem Camino geht niemand verloren.“ Erst nach 6km wird eine Frühstückspause gemacht. Hui. Die wissen scheinbar nicht, dass ich so viel Sport mache, weil ich gern und viel esse. Aber ich habe Nüsse dabei. Der Magen ist somit erstmal ruhig. Ich sammle meine ersten Eindrücke vom eigentlichen Weg. WOW. Überall sind gelbe Pfeile. Das kann sogar ich Blindfisch nicht übersehen. Hin und wieder auch mal eine Muschel. Das Symbol des Weges. Der Himmel strahlt blau, die Sonne scheint, die Landschaft ist abwechslungsreich und man sieht kleine Dörfer. Aber wenige Menschen. Wenn, dann sind sie herzlich & freundlich und jeder, wirklich jeder sagt „buen camino“. Aber wieso sind die Häuser alle leer und verlassen? Das kenn ich sonst nur aus meiner Heimat.
Auf dem Weg treffen wir auf Philipp, der in Mainz lebt. Wir gehen nebeneinander her und ich merke, dass ich schneller werde, als Uta und Michel. Philipp und ich verstehen uns gut. Wir quatschen über Gott und die Welt. Ein junger Mann, der den Weg nicht zum ersten Mal läuft und einen Kulturführer geschrieben hat. Aktuell macht er auf den Etappen die passenden Fotos dazu. Auch sonst haben wir uns viel zu erzählen – primär über unsere (sich ähnelnde) Weltanschauung und übers Reisen. Eine tolle menschliche Begegnung. Irgendwann später sehe ich Uta und Michel nicht mehr. Aber wir haben einen Treffpunkt im Zielort. Nach 7 ½ Stunden kommen wir an und suchen die Albergue Municipal. Die staatliche Herberge. Ein 60 Betten Schlafsaal mit unheimlich liebevollen Mitarbeitern. Das sind größtenteils Volunteers und ermöglichen den Pilgern somit eine kostengünstige Unterkunft. Etwas später sitze ich am Flußufer. Jemand spielt Gitarre, ich trinke Rotwein. Ich bin glücklich über den ersten Tag. Ich treffe bekannte Gesichter wieder. Michel hatte Recht. Ich denke an Zuhause, aber ich möchte in diesem Moment an keinem anderen Ort dieser Welt sein, als hier, auf dem Camino.

31.03. Najera nach Santo Domingo 22km

Die Nacht tat gut. Es schnarchte wieder jemand. Aber es stört mich nicht. Ich starte mit Uta und Michel. Wir machen lustige Schattenfotos und machen Quatsch. Ich muss einen Pfeil küssen. Macht man wohl so. Bringt Glück. Na gut. Ich mach ja jeden Blödsinn mit. Zumindest entstehen unheimlich witzige Fotos dabei. Nach 2 Tagen mal wieder einen Kaffee trinken. Ein Café americano. Nix mit Venti Soja light chichi Latte to go. Nee. Kaffee. Schwarz. Für hier. Fürn Euro. Bei Kilometer 13 kommen wir auf einem kleinen Berg an. Und da sitzen viele bekannte Gesichter. Wir freuen uns und genießen eine Pause. Nach ein paar Minuten muss ich weiter. Ich traue mir meine erste Stunden allein zu. Ich stöpsel mir meine Herzmusik in die Ohren und laufe los. Ich habe die bisherigen Laufstunden mit all den anderen genossen, aber es wird Zeit für ein paar „ich Momente“. Und die sind schön. Ich laufe in eine komplett verlassene Stadt. Recht neu gebaut. Ich vergewissere mich, ob ich nicht an einem Filmset für „the walking dead“ bin und irgendwo gleich Zombies um die Ecke geschossen kommen. Nein. Überall steht „se vende“. Ich bin schockiert. Natürlich war mir bewusst, dass es in Spanien eine hohe Arbeitslosenquote gibt und auch hier ein großer Immobiliencrash war – aber sowas habe ich nicht erwartet.
Ich laufe weiter, mache lustige Toptipping Selfies und erreiche irgendwann Santo Domingo. Ich treffe auf andere Bekannte und wir verleben einen wundervollen und lustigen Nachmittag. Erst genießen wir auf dem Plaza de mayor etwas Bier und quatschen. Später am Abend darf ich für alle kochen. Ich lerne Nate kennen. Einen Ami. Er redet mir zu viel und zu laut. Ich halte Abstand und ziehe mich zum Schreiben zurück. Mir geht es dabei aber sehr gut. Körperlich und auch mental. Ich genieße es, mal weg zu sein von meinem Alltag. Mittlerweile hat sich auch André unserer 4er Gang angeschlossen. Ein netter und unkomplizierter junger Mann aus NRW. Ich fühle mich in bester Gesellschaft. Fremd, doch irgendwie vertraut. Genauso ist es eben hier, auf dem Camino.

01.04. Santo Domingo – Belorado 24km

Die Nacht war schrecklich. Das Bett hat gequietscht. Das Schnarchen war unerträglich. Ich kam nicht zu Ruhe. Ich hätte eigentlich um 4 Uhr meine Sachen packen und loslaufen können. Ich schicke Uta und Michel an diesem Tag vor. Ich habe mir am Abend zuvor Frühstück gekauft und brauche das diesmal. Ich laufe später los. Nach 1,5 km sehe ich André hinter mir und sehe, wie mir Uta und Michel von der Seite entgegen kommen. Es ist noch dunkel. Sie haben den falschen Abzweig genommen und mussten deshalb wieder zurück. So laufen wir wieder gemeinsam. Diesmal verbringe ich aber die meiste Zeit mit André. Wir reden über den Laufsport und GPS Uhren. Witzig. Meine Uhr ist schließlich dabei und ich laufe ja auch. Nur eben anders als sonst. Wir machen Rast in einem kleinen Dorf und treffen auf lustige Katzen. Eine schielt. Ja. Das ist eigentlich nicht lustig. Nur wenn es ein Opossum ist und Heidi heißt. Gelacht haben wir trotzdem. Später treffen wir in einem Dorf auf einen Hund an der Leine. Und da liegt ein Ball. Wenig später entdeckt Uta einen Zettel mit dem Hinweis, dass man den Ball zu ihm werfen und mit ihm spielen soll. Wir tun das. Sehr lange. Und das ist ein schönes Gefühl. Wenn nur jeder 2. Pilger das so handhabt, dann hat der Hund Spaß! Wir laufen viel parallel an der Autobahn entlang. Das nervt etwas. Aber dafür hupen und grüßen die LKW Fahrer. Mach das mal in Deutschland. Da wirste erstmal blöd angeschaut und wohl noch fürs Hupen mit einem Ticket bestraft. Aber so freut man sich über uns und den Feuerwehrmann. Der einfach überall für Aufsehen sorgt. Und das ist auch gut so. Denn viele sollen von Paulinchen erfahren. Deshalb sind wir hier! Wir hören das erste Mal laut Musik. Kevin und ich tanzen zu Casper. Es ist alles… alles so perfekt. Wenig später holt Michel die Bad Boys Collection aus der musikalischen Smartphone Jukebox. Der Weg zieht sich. Es wird anstrengend. Uta bekommt Knieschmerzen. Es ist Tag 3. Das soll der härteste Tag sein. Ich bin gespannt. Wir beißen uns durch und erreichen irgendwann eine wundervolle Herberge. Ich bin stolz auf uns alle und vor allem auf Uta. Wir sind angekommen. Man fängt an, jeden Tag als richtiges Etappenziel zu sehen. Und da kullert die erste Träne der Erleichterung. Wir sind da. Erholen. Duschen und genießen. Wir gönnen uns ein eigenes 6er Zimmer zu fünft und genießen die „Privatsphäre“. Wir sind eine tolle Gang. Wir achten aufeinander. Wir teilen Worte und Gedanken. Wir teilen unsere Fürsorge und passen auf uns auf. Ich bin stolz, so wundervolle Menschen an meiner Seite zu haben. Da sind sie. Die ersten beiden Blasen. Eine links. Eine rechts. Wie schön. So ist es auch ausgeglichen. In der Stadt treffe ich Philipp wieder. Und auch Steven. Einen netten Ami. Der auch in Najera mit am Flußufer saß. Er will den USA den Rücken kehren und zukünftig nach Deutschland kommen. Ich bin gespannt, ob er seinen Weg nach dem Weg finden wird. Auch wenn ich es nie erfahren werde. Später in der Herberge treffe ich auf Nate. Der laute Ami. Ich gebe ihm eine Chance. Er freut sich, mich zu sehen. Er zeigt mir stolz, dass er einen Rosmarinbusch auf dem Weg gefunden hat und packt seine Sammlung aus. Er redet übers Kochen. Ganz zaghaft. Leise. Nett. Ich bin überrascht und fühle mich wohl. Später haben wir Dinner zusammen und wir reden über vieles. Und dann fragt er, ob wir seinen Zettel gefunden haben und mit dem Hund gespielt hätten. Wie? Du warst das? Ja. Ihm tat der Hund leid. Dann positionierte er den Ball und den Zettel. Damit man dem Hund Aufmerksamkeit schenkt und sich ihm widmet. Ich bin überrascht. Ich muss gestehen, ich habe mich getäuscht. Auch in weiteren Gesprächen erkenne ich einen interessanten Menschen mit Tiefgang. Später sehe ich, dass er Tagebuch schreibt. Nachdenklich. Reflektierend. Ich mag ihn. Diesen Typen aus Alabama, der vorher noch nie außerhalb der US Grenze unterwegs war. Ich bin froh, auch ihn hier getroffen zu haben. Auf diesem Camino.

02.04. Belorado – Acapuerco 32km

Der Morgen ist chaotisch. Ich schmeiße mir beim Frühstück die Kiwi auf die Hose und mein Rucksack steht dabei im Nassen. Also muss ich das Dingens so aufladen und starte direkt mit feuchtem Rücken. Aber was solls. Bei den Temperaturen wird das schnell wieder trocken. Nach 10m habe ich mein morgendliches mimimi schon vergessen und frage mich, wie der Tag so wird. Wir haben uns eine lange Etappe vorgenommen. Schon gestern war ich bei der Ankunft kaputt und ich sorgte mich um meine Blasen. Aber wir 5 Helden sind tapfer. Auch als es durch ein scheinbar nie endendes Waldstück hoch und wieder runter geht. Zwischenzeitlich geht mir mein Wasser aus und ich bin dankbar, dass André mir aushelfen kann. Der heutige Weg ist unheimlich anstrengend. Jeder Schritt schmerzt unter der Fußsohle. Die Sonne drückt und ich möchte diesen scheißdrecksverdammten Rucksack an den Wegesrand schmeißen und mich heulend daneben setzen. Fuhr hier nicht auch n Bus? N Taxi? Wir haben alle zu kämpfen. Auf einer Zwischenetappe treffe ich bei einer kurzen Pause eine kleine Gruppe deutscher Damen. Sie fragen was ich von Deutschland vermisse. In dem Moment spüre ich meine Beine und Füße deutlich und antwortete darauf „meine Blackroll“. Da lachte eine der Ladies und kramte doch tatsächlich eine Mini Blackroll aus ihrem Zauberrucksack. Ich durfte damit einige Male meine Füße massieren und das tat gut. Zufälle gibt’s. Verrückt. Im Zielort ist die erste Herberge ausgebucht. Wir finden eine Zweite. La Hutte. Sehr ursprünglich. Schlicht. Einfach. Wir lernen Jeff kennen. Eigentlich heißt er Jean-François. Aber Michel und ich bekommen fast einen Knoten in der Zunge und deshalb dürfen wir ihn Jeff nennen. Wie nett. Nach der Ankunft, als die anderen sich erholen oder duschen, geh ich noch ein paar Schritte weiter. In Socken. Auf Steinen, Hauptsache diese Schuhe außerhalb der Sichtweite. An diesem Tag wurden sie, wie der Rucksack das Sinnbild und Symbol von Schmerz. Buh. Auf dem Dorfgipfel steht eine Kirche. Am Ende der Straße eröffnet sich mir eine atemberaubende Sicht. Weite. Natur. Ein Sonnenuntergang. Außer mir ist hier niemand. Ich fange an zu weinen. Aus Schmerzen in den Füßen. Aus Erleichterung. Ich denke an meine Großeltern und an meinen Vater. Ich weiß nicht, warum ausgerechnet in diesem Moment. Aber ich trauere um sie. Ich vermisse sie schmerzhaft und frage mich, ob sie wohl stolz auf mich wären. Wenig später essen wir das Peregrino Menü. Für mich extra vegan. Wir sind alle so fertig, dass wir gegen 21 Uhr schon fast am Tisch einschlafen. Oh baby baby, it’s a wild world. Jeff schnarcht. Aber ich mag ihn trotzdem. Ich schlafe mit Pohlmann im Ohr ein. Ganz schnell. Er hat mich heute ganz schön müde gemacht, dieser Camino.

03.04. Atapuerco – Burgos 22km

Wir 5 starten recht früh und werden mit einem traumhaften Sonnenaufgang belohnt. Wir laufen einen gigantischen Berg rauf. Vorbei an einer Schafsherde. Wir sind alle gut drauf und trällern lustige Beatles Songs auf dem steinigen Weg. Oben auf dem Gipfel ist ein großes Kreuz und es sind viele Gebilde aus Steinen geformt. Ich habe sowas noch nie gesehen. Und da ist sie wieder. Diese Sonne. Der Tag zuvor hat mir einen Sonnenbrand geschenkt. Ich bin dick eingecremt und weiß nun, dass ich nur noch langärmlig durch die Sonne laufe. Anfangs sind die Füße okay. Aber dann merke ich sehr deutlich die Kilometer der letzten Tage. Nicht konditionell oder in den Beinen. Ausschließlich in den Füßen. Unterseite. Ich laufe nicht mehr. Ich leide. Ich schlürfe meine Schuhe über den Boden. Ich habe Angst vor dem restlichen Weg aber ich kneife die Arschbacken zusammen. Paulinchen schafft das. So will I! Die Strecke bis Burgos zieht sich. Wir umlaufen ein Industriegebiet und laufen am Flughafen vorbei. Etliche Minuten und Kilometer ohne Schatten. „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“… ja, super, die Smartphone Jukebox hat da wohl mit dem Song von Xavier DAS passende Lied überhaupt gefunden. Ob der wohl auch mal auf dem Camino unterwegs war? Wir blödeln trotzdem rum, ich mache mit Michel eine Video Aufnahme fürs Projekt in sächsisch und es geht so lala. Die letzten 5 Kilometer bis zum Zentrum von Burgos und unserer Herberge sind mein absoluter Tiefpunkt. Ich habe zu wenig gegessen. Zu wenig getrunken. Nichts will mehr laufen. Der letzte Weg geht stur geradeaus. Einfach nur geradeaus. Das ist doch scheiße. Und dann die Füße. Ich hasse sie. Ich sehe Läufer, Jogger. Der Gedanke daran, jetzt die Laufschuhe anziehen zu müssen, würde mich an den Wegesrand übergeben lassen. Uta sieht, wie schlecht es mir geht. Sie hält mich mit kleinen Salzbrezeln am Leben. Die Mineralien tun gut. Ich bin sicher, wenn sie mich tragen könnte, sie würde es tun. Ich kämpfe mich bis zur Herberge. Ich bin kaputt. Erleichtert. Ich heule. Meine Hand ist angeschwollen. Und ich weiß nicht, warum. Ich sorge mich um die kommenden Tage. Aber ich mache weiter. So macht man das nämlich. Abends sind wir noch in Burgos unterwegs. Wir treffen auf andere bekannte Gesichter, besuchen die Kathedrale, erleben eine Prozession und trinken überteuertes Paulaner Weizen für 5 Euro. Aber manchmal muss das eben sein. Und es schmeckte verdammt gut. Der letzte Abend von Kevin und André. Morgen fliegen sie wieder nach Hause. Es war schön mit den Beiden. Ich hoffe, sie haben viele positive Erinnerungen von ihrem Weg mit nach Hause genommen und sind gerade glücklich mit und bei dem was sie tun. Ich schlafe erschöpft ein. Voller Spannung auf den nächsten Tag. Es wird eine kurze Etappe. Das ist gut. Ich packe das. Ich bin schließlich das Laufmädchen. Und hier geht niemand verloren, auf dem Camino.

04.04. Burgos – Hornillos del Camino 23k

Wir sind nur noch zu dritt. Komisches Gefühl. Aber wir werden das auch weiterhin so toll meistern. Ich habe Respekt vor dem Tag. Um 7 Uhr morgens hole ich meine Schuhe aus dem Schrank und verspüre eine leichte Abneigung, sie anzuziehen. Die Füße sind geschwollen und meine linke Hand ist immer noch ganz fies dick. Ich habe Angst, dass die Schmerzen noch schlimmer werden. Aber das wird werden. Das muss werden. Wir haben Tag 6. Stell Dich nicht so an. Ich sehe eine Koreanerin in Flipflops. Autsch. Ältere Damen freuen sich, Michel persönlich zu sehen. Er ist mittlerweile natürlich DAS Gesprächsthema. Immer wieder fragen uns und ihn die Menschen nach dem Sinn und Zweck der auffälligen Aktion. Es wird gespendet. Von einem Engel ist die Rede, weil er eine älteren in den Pyrenäen zur Herberge half. Es ist schön zu sehen, dass Michel und auch Paulinchen die Anerkennung bekommen, die sie verdient haben. Wir verlassen Burgos. Ich sehe unbeschreiblich schöne Obstbäume. rosafarbene Blüten überall. Meinen Füßen geht es mittlerweile fantastisch. Wir passieren eine Großbaustelle und öde Umleitungen entlang der Bahnstrecke. Etwas später wird die Streckenführung aber wieder schöner. Das angekündigte Dorf ist nicht an der Strecke und wir teilen unsere Rucksackvorräte. Bei km 11 gibt es was Richtiges. Dort treffen wir auch eine lustige Freiburger Wandertruppe. Sie kannten Michel aus der Zeitung und wollten unbedingt Fotos. Wir sind zu dem Zeitpunkt in Tardajos. Und mittlerweile gefühlt am spanischen Arsch der Welt. Ich bekomme liebe und motivierende Worte aus Deutschland. Okay, und Feenstaub. Den hab ich mir gewünscht. Das pusht mich. Ich sammle neue Kräfte und spüre, ich habe mein Tief überwunden. Die Meseta beginnt. Felder, unendliche Wege. Sonst nichts. Wir genießen, dass es mal bewölkt ist. Mein Sonnenbrand heilt langsam ab. Aber ohne Sonne ist es mal einfacher zu laufen. Wir reden. Wir schweigen. Und wir singen. Unaufdringlich. Wir genießen unsere Gegenwart. In Nähe und auf Distanz. Im perfekten Maß. Uta und Michel sind ein Paar. Diese Beziehung wird auf diesem Weg unter eine gewisse Herausforderung gestellt. Ich versuche den Beiden stets Freiraum für sich selbst zu geben und ich habe das Gefühl, wir bekommen das richtig gut hin. Die zwei passen ganz wunderbar zusammen. Immer wieder überrascht Michel Uta mit kleinen liebevollen Gesten. Ich freue mich mit. Ich bin glücklich für die beiden. Wir finden eine kleine süße Unterkunft in unserer Zieletappe. Dort treffen wir auch wieder bekannte Wegbegleiter. Der schnarchende Jeff. Und auch eine Gruppe von netten Iren, die auch wie Uta im pädagogischen Bereich agieren. So hat man natürlich direkt viel Gesprächsstoff. Michel überrascht uns mit einer liebevoll zubereiteten Brotzeit. Uta führt in der Blasen Statistik mit 7 Stück. Ich bin noch bei 2. Das reicht auch. Da stell ich mich sehr gern nicht noch mal hinten an. In Deutschland erscheinen neue Presseartikel und ein Interview im TV. Dabei wird auch ein Selfie meines Laufmädchen Instagram Accounts eingeblendet. Das motiviert ungemein. Das Feedback ist unheimlich toll. Wir haben die Gewissheit, das Richtige zu tun. Die Schmerzen sind es wert. Für Paulinchen. Die Schmerzen vergehen irgendwann. Aber diese Eindrücke und auch der Stolz – das wird bleiben. Denn so läuft das hier, nach dem Camino.

05.04. Hornillos del Camino – Castrojeriz

Nach einer zu warmen Nacht in unerotischen Kompressionssöckchen verklebe ich meine Blasen neu und los geht’s. Nach 6km finden wir eine kleine süße Herberge und wollen frühstücken. Das ganze sieht von außen sehr verlassen aus. Ein Teil des Hauses ist einem Bienenstock nachempfunden. Innendrin wirkt es liebevoll und irgendwie feudal. Wir genießen diesen Eindruck. Es ist kalt. Wir frieren. Wo ist denn nun diese Sonne, wenn man sie mal braucht, hm? Auf dem Weg treffen wir auf Matthew aus Canada. Ein netter Typ. Aber ich mag nicht reden. Ich möchte für mich sein heute. Und das darf ich auch. Meine Füße fühlen sich wie neu. Keine Schmerzen. Ein beruhigendes Gefühl. Da ist die Sonne. Und eine alte Kirche. Wir treffen einen aus der Freiburger Gruppe, der uns netterweise fotografiert. Etwas später sehe ich wieder diese riesigen Heuballen. Ich bitte Michel mein Handy zu halten und springe drauf. Das wollte ich all die vorherigen Tage schon mal machen. Und wenig später folgen mir auch Uta und Michel. Das war lustig. Später treffen wir in Castrojeriz ein. Wer macht da bereits die lokale Bar unsicher? Die crazy irish teacher. Wir sichern unsere Betten beim alten und kauzigen Herbergsvater und nach einer heißen Dusche (das war rar) gesellten wir uns zu den uns Bekannten. Später kam auch noch Jeff dazu. Wir tranken etwas, spielten Werwolf (wie entstehen solche Spiele, hm?) und hatten viel Spaß. Lachten mussten wir, als die Iren beim Zuprosten zum Besten gaben, was sie auf Deutsch konnten. „Zur Mitte, zur Titte, zum Sack, zack zack“. Ja, absolut wichtig zur Völkerverständigung. Der Satz fiel am Abend wohl des Öfteren. Dem Abend sei Dank, weiß der nette Ire Brian jetzt auch, dass sein Lieblingsfußballclub Borussia Dortmund und nicht Burraschia heißt. Ich habe dann wohl auf dem Camino meinen ultimativen Bildungsauftrag erfüllt. Uta und ich machen an diesem Abend noch einen kleinen Spaziergang. Später gehen wir alle noch Paella essen. Ich liege mit einem Lied von Andreas Bourani im Ohr im Bett. Ich höre diesen Song zum xten mal. Diesmal empfinde ich anders. Ich glaube in diesem Moment sind die letzten hässlichen Überbleibsel meiner Ex Beziehung von mir gefallen. Auch wenn die Trennung schon viele Monate her ist und ich weder dem Menschen, noch dieser Zeit hinterhertrauere, habe ich bis zu diesem Abend unter der menschlichen Enttäuschung gelitten. Es löste sich etwas. Ich fühlte mich freier. Auch sowas kann Dir passieren, auf diesem Camino.

06.04. Castrojeriz – Boadilla del Camino 21k

Wir starten auf die letzte lange Etappe. Wir wissen nicht, wo wir genau an diesem Tag aufhören. Wir lassen uns treiben und genießen alle diese Stunden und Kilometer bewusster. Die Etappe beginnt mit einem harten Anstieg von 12% und mit einem Abstieg von 18%. Uta schlägt sich nach wie vor tapfer mit ihren Knien. Die Gegend ist wieder einmal wunderschön und die Sonne scheint. Wenig später genießen wir eine Pause und treffen wieder auf die Iren. Wir denken, es ist unser Abschied und wir machen noch ein Gruppenbild. Beim Frühstück hab ich meinen Rucksack auf die Öffnung vom Schlauch meines Trinkrucksacks gestellt. 2 Liter Wasser laufen aus. Ich erkenne es erst, als der Besitzer mit dem Putzeimer kommt. Ich entschuldige mich so oft, wie ich es selbst nicht mehr hören kann. Er ist lieb und füllt sogar meinen Camelbak wieder auf. Wir ziehen weiter. Wir machen Blödsinn. Michel ist für jeden Quatsch zu haben und Uta fängt zur richtigen Zeit diese Momente mit der Kamera ein. Das letzte Stück zieht sich. Kein Dorf in Sicht. Aber wir haben uns. Wir singen und lachen. Wenig später nerven zum ersten Mal ganz viele Fliegen. Wir schweigen. Und nach 20km kommen wir in Boadilla an. Wir haben Hunger und landen in einer kleinen Oase. Dort übernachten auch die Iren. Wir entscheiden uns, dort zu bleiben. Wir treffen auch wieder auf Nate. Wir reden über den Film „my way“ der in Deutschland als „Dein Weg“ erschien. Ich erfahre, dass der Vater von Nate diesen Film sah. Wie auch ich vor einiger Zeit. Sein Dad hat die Parkinson Krankheit und hat sich gewünscht, dass er für ihn diesen Weg geht. Als er dann sagte „so guys, thats why I’m here. On the Camino. It’s for my dad. And of course. It’s for me”. Dann wusste ich sicher, der Mann hat ein gutes Herz und sein Dad wird stolz auf seinen Jungen aus Alabama sein. So wie ich hoffe, dass meine Mutter Stolz dafür empfindet, dass ihre Tochter, ihren Weg geht. Ihren Weg, auf dem Camino.

07.04. Boadilla del Camino – Fromista 7km – Santander

Der letzte Tag auf dem Camino. Wir müssen uns heute verabschieden. Ich lass mich zurückfallen. Lass Uta und Michel für sich sein. Sie werden sich lange nicht sehen. Der Weg läuft an einem Flußufer entlang. Wundervoll. Ich bin glücklich und dankbar. In Fromista verabschieden wir uns. Wir finden den Bahnhof und Uta und ich reisen mit dem Zug nach Santander. Wir haben nur für den Folgetag das Ziel, in Bilbao sein zu müssen. Wir lassen uns treiben. Wir unterhalten uns wie immer ganz toll und es ist schön, sie noch besser und näher kennenzulernen. Nach der Ankunft in Santander und dem Blick aufs Meer, entscheiden wir, hier zu übernachten. Wir suchen uns ein kleines Zimmer und wollen den Sand fühlen. Wir schreiben „Buen Camino“ in den Sand, lassen uns die Haare von Wind zerzausen. Wir genießen unser Glück. In dieser Stadt kommen Pilger nicht so oft vorbei. Deshalb werden wir etwas komisch aber nett angeschaut. Si si. Peregrino. Si. Wir organisieren uns für den nächsten Morgen das Busticket nach Bilbao, machen einen Stadtspaziergang und schlafen fast luxuriös in einem 2 Bettzimmer ein. Nun ist er wirklich fast vorbei, mein Camino.

08.04.  Santander – Bilbao – Düsseldorf

Der letzte Tag beginnt. Im Sonnenaufgang laufen wir entlang der Promenade zum Busbahnhof. Wir starten nach Bilbao und werden auch auf unserem letzten Tag mit traumhaften Wetter beglückt. Ich bin dankbar, dass wir die Regensachen nur präventiv mitnehmen mussten. Wir laufen zum Guggenheim Museum und erkunden die Gegend und Altstadt. Später wollten wir eigentlich noch ganz gemütlich den Nachmittag im Park genießen, bis mich eine sms erreichte „your flight has been canceled“. Ich habe vorher durch einen Freund vom Fluglotsenstreik in Frankreich erfahren, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass es mich beim Überfliegen des Landes auch betrifft. Also sind wir recht zügig zum Flughafen. Lufthansa selbst hat keinen eigenen Schalter, Ibera wusste von nichts. Also hieß es warten. Irgendwann konnte Uta dann für ihren Flug nach FFM einchecken. Meine Route ging aber über München nach Düsseldorf. An meinem Schalter habe ich dann aber den großen liebe Augenwimpernschlag aufgesetzt und vielleicht etwas mehr nett gefragt als andere, und innerhalb von wenigen Minuten saß ich mit meinem Rucksack (!) im Flugzeug. Seat 1D. In einem Flugzeug, was seit Stunden auf dem Rollfeld stand und nicht abheben durfte. Nach Frankfurt. War mir egal. Hauptsache nach Deutschland. Und wenige Minuten später war ich in der Luft. In Frankfurt habe ich mir dann noch im Service Center ein ICE Ticket nach Hause erkämpft und war trotz des Chaos doch tatsächlich sogar eine Stunde eher in Düsseldorf als ursprünglich geplant. So hatte das ganze doch noch was Gutes. Uta kam auch später wieder gut zu Hause an. Michel läuft weiter und hat noch einige Etappen vor sich.

Die letzten Tage konnte ich noch gut zum Ankommen gebrauchen. Entgegen meiner ursprünglichen Gedanken bin ich gestern kurz und heute etwas länger in den Laufschuhen gewesen. Richtig leicht, so mit den Schuhen und ohne Rucksack.

Ich werde meinen Camino definitiv bald fortsetzen. Denn ich spüre, dass es das für mich noch nicht gewesen ist.

Außerdem würde ich diese Reise, mit allen Höhen und Tiefen noch mal genauso annehmen und machen wie in den letzten Tagen. Ich bin dankbar für diese Erfahrung und für all die Menschen, die diese Zeit auf und auch außerhalb des Weges begleitet haben. Danke natürlich auch an die zahlreichen Kilometerpatenschaften. Auch meinem Arbeitgeber CANCOM lieben Dank für die Veröffentlichung auf cancom.info.

Entgegen meiner Erwartungen sieht man zwar auf vielen Etappen mal eine Maria oder ein Gipfelkreuz, aber ich hätte mit deutlich mehr christlichen Symbolen gerechnet.

Was mich positiv überrascht hat, war, dass Sexualität und das Dasein von Frau und Mann keinerlei Rolle gespielt hat. Durch die Herbergen hat man keine Privatsphäre und auch mitunter gemeinsame Badräume. Aber es wird nicht gebaggert, nicht gegafft, gar nichts. Auch dieser respektvolle Umgang untereinander macht den Weg zu etwas Einzigartigem.

Ich danke Euch, dass ihr meinen Weg begleitet habt und kann nur jedem ans Herz legen, diese Erfahrung mal selbst zu machen. Ich werde als Peregrino wiederkommen, und vielleicht möchtest Du mich dabei ja vielleicht einen Teil begleiten?

Lieber Michel, Dir wünsche ich ganz viel Kraft für die nächsten Etappen. Bald hast Du wieder Gesellschaft und sogar mit Christian einen weiteren Bombero an Deiner Seite. Ich freue mich, Dich bald wiederzusehen und gemeinsam mit Uta und Dir in Deutschland ein kühles Bier zu genießen! Dann stoßen wir auf den Erfolg von Paulinchens Jakobsweg an und sind gemeinsam dankbar für jeden gespendeten Euro!

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

Eure Katrin

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6 Gedanken zu “Katrins und Paulinchens Jakobsweg

  1. Hallo Katrin. Ein sehr schöner Bericht von Dir. Man fühlt richtig mit dem wasDu alles erlebt hast.
    Die Bilder sind allesamt sehr cool und schön. Die Landschaft sieht auch sehr interessant aus.
    Hut ab vor so einer Leistung! Kannst echt stolz drauf sein!
    Hoffe es kommen viele Spendengelder für Paulinchen zusammen!
    Liebe Grüße Chris

  2. Es freut mich sehr das Du Deinen Jakobsweg so genießen konntest. Werde Deinen Beitrag bis zu meiner Abreise nach León am Freitag in Etappen lesen. Bin jetzt beim 02.04. angekommen.
    Wie war eigentlich der Betrieb auf dem Weg und in den Herbergen? Die Zeitschiene in der ich ab León starte ist ja fast deckungsgleich. Habt ihr immer und überall ein freies Bett bekommen oder gab’s schon mal ein „completo“?
    Hach, bin so aufgeregt und voller Vorfreude auf Freitag, und Dein Bericht wird da sicher noch mal zur Steigerung beitragen. Buen Camino!

    • Dankeschön! Wir hatten in den Herbergen nie Probleme. Es waren immer noch genug Betten frei. Um diese Zeit geht das. Und es gibt ja meistens – je nach Größe der Stadt – mehrere Herbergen. Nur einmal war schon die Erste am Stadteingang voll. Aber dafür haben wir eine andere gefunden paar Meter weiter, die deutlich cooler war.
      Ich verstehe dass Du aufgeregt bist! Ich freue mich, dass Du Deinen Weg jetzt bald beginnst. Hab ganz viel Spaß, ich freu mich auf Deine Einträge. Lass es Dir gut gehen und Buen Camino!

  3. Wow….ein toller Bericht bei dem man sich fühlt als wäre man mit dabei und die Fotos sind super. Ich freu mich darüber das du so eine tolle Zeit hattest und so viel nette Menschen kennengelernt hast.
    Liebe Grüße, Anita

  4. 3.4. bis 5.4. die wohl für mich emotionalsten Tage die ich hier gerade lese. Sorry ich muss das schreiben.
    Ich lese heute bestimmt schon das Zweite oder Dritte Mal immer einzelne Abschnitte Deines Berichtes. Ich find es echt eine unbeschreibliche Leistung, welche Du, Ihr da geleistet habt und welche Michel noch immer leistet.
    Komisch, an den Tagen ging es mir nicht gut, da habe ich abends nach Deinen Posts oft an Dich gedacht. Was wirst Du tun, was und wie geht es Dir, wie kann ich Dir helfen…

    Ich finde es wunderbar, dass Du Deinen Weg dort gefunden hast, den Weg zu Dir. Diese Momente, diese Eindrücke welche Du sammeln konntest, behalte diese in Deinem Herzen…
    Gehe Deine Wege, Laufmädchenwege eben. Tschakka

  5. Halli Hallo. Habe eben in einem Blog gelesen das Michael schon in Finisterre angekommen ist. Supi, Glückwunsch. Bin gerade bei km 32,5 und schwächel etwas, aber die Ankunft in Santiago lasse ich mir nicht mehr nehmen. Bis Freitag schaff ich es!

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